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Stipendienkultur nachhaltig verankern

24. März 2022
Pinnwand mit Notizzettel "Passendes Stipendium finden"
Im Februar stellten die Mitwirkenden des Projekts „Stipendienkultur Ruhr“ ihre zentralen Ergebnisse sowie Erfolgsfaktoren für die Etablierung und Verankerung einer Stipendienkultur an Hochschulen vor.

Im Fokus der digitalen Veranstaltung stand die Präsentation der Projektergebnisse und der Publikation „Stipendienkultur stärken – Wegweiser für Hochschulen“, die im Januar erschienen ist. Die Mitwirkenden des Projekts der beteiligten Hochschulen stellten fünf Handlungsfelder vor, die für die Etablierung einer Stipendienkultur relevant sind.

Zoom Konferenz

Die vorgestellten Ergebnisse sind in der Publikation „Stipendienkultur stärken – Wegweiser für Hochschulen“ strukturiert aufbereitet. Damit steht allen Hochschulangehörigen, die sich für das Thema Stipendien einsetzen möchten, ein praxisnahes Handbuch zur Verfügung. Die digitale Version bietet zusätzlich Best-Practice-Beispiele und einen Material-Pool.

Die Referent*innen gaben einen Einblick in die Ansätze und vielfältigen Maßnahmen, die im Rahmen des Projekts sowohl an den Hochschulen als auch hochschulübergreifend umgesetzt wurden und benannten zentrale Erfolgsfaktoren. 

In parallelen Austauschforen kamen die Teilnehmenden und Projektbeteiligten ins Gespräch: Anhand von Best-Practice-Beispielen wurden drei Schwerpunktthemen vertieft. Im Forum 1 stand der Austausch zu Erfahrungen und guter Praxis in der Beratung und Begleitung von Stipendieninteressierten im Vordergrund. Forum 2 fokussierte auf Ansätze, die sich für die interne und externe Vernetzung und Kooperation bewährt haben. Wie Kommunikation und Wissenstransfer im Stipendienkontext gelingen können, stand im Mittelpunkt des Austauschs im dritten Forum. 

An die vorgestellten Erfolgsfaktoren anknüpfend diskutierten Vertreter*innen der Hochschulleitungen und der Geschäftsführer von RuhrFutur im Abschluss-Panel zur Frage, wie sich die Stipendienkultur an Hochschulen nachhaltig verankern lässt. Zur Sprache kamen neben dem Potenzial, das in der hohen Diversität sowohl der Studierenden als auch der Hochschulangehörigen liegt, auch die Herausforderungen, die es zu überwinden gilt, beispielsweise die multiplen Anforderungen an Professor*innen und Lehrende.

Hervorgehoben wurde einmal mehr die zentrale Bedeutung von Vorbildern und ihrer Einbindung in die Stipendienarbeit, um insbesondere Studierende aus nicht-akademischem Elternhaus zu ermutigen. Mehrere der Redner*innen betonten, dass das Commitment von Hochschulangehörigen eine zentrale Rolle einnehme und wie wichtig es zugleich sei, dieses Engagement zu honorieren und das Thema Stipendien an der Hochschule immer wieder zu „befeuern“.  

Das abschließende Resümee fiel positiv aus: Die Hochschulen können auf ausgereifte und bewährte Konzepte für die Begleitung Stipendieninteressierter, für die hochschulinterne und externe Kooperation und den Wissenstransfer zurückgreifen und aufbauen. Die im Projekt erzielten strukturellen Veränderungen und etablierten Kooperationsbeziehungen werden nachhaltig Wirkung entfalten, viele der Aktivitäten werden an den Hochschulen fortgeführt. Auch den hochschulübergreifenden kollegialen Austausch im Bereich der Stipendienarbeit möchten die Projektbeteiligten weiterführen, so dass damit ein regionales Netzwerk zur Stipendienarbeit bestehen bleibt. Klar ist aber auch: Die Stipendienkultur bedarf beständiger Aufmerksamkeit, Pflege und Weiterentwicklung, um zu florieren.  

Die Veranstaltung markierte den formalen Abschluss des Projekts, das Ende Mai 2022 endet. Rund 120 Teilnehmende, meisten Hochschulangehörige, darunter auch einige von nicht projektbeteiligten Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus nahmen auch Vertreter*innen verschiedener Begabtenförderwerke und gemeinnütziger Organisationen sowie Studierende teil.  

Eine ausführlichere Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Cover Stipendienkultur stärken

 

Das Handbuch dokumentiert Erkenntnisse und gute Praxis und ist ein Wegweiser für Hochschulangehörige, die sich mit dem Thema Stipendien befassen und an einer Stipendienkultur mitwirken möchten.

DOWNLOAD (PDF)

KONTAKT:

Melina Wachtling
Projektleitung „Stipendienkultur Ruhr“
0201–177878-287
@email