Bildungsbegleiter*innen“ – für die Verbesserung des Bildungszugangs und der Teilhabechancen von Kindern und jungen Erwachsenen aus Sinti- und Roma-Familien

Junge Menschen aus Sinti- und Roma-Familien werden als Bildungsbegleiter*innen ausgebildet. Sie sollen im frühkindlichen Bildungsbereich als Vermittler*innen, Berater*innen und Mediator*innen eingesetzt sowie niedrigschwellig in die pädagogische Praxis eingebunden werden. Diese Qualifikation unterstützt zudem den beruflichen Einstieg der jungen Frauen und Männer praxisnah und trägt unmittelbar zu deren Integration in den Arbeitsmarkt bei.

Für viele im Ruhrgebiet lebende Sinti- und Roma-Familien ist der Alltag mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Dazu gehören der Verlust gewohnter sozialer Netzwerke, die neue Sprache, eine prekäre materielle Lage, schwierige Wohnverhältnisse ebenso wie Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung. Aber auch die Kommunen in der Region stehen vor großen Herausforderungen, wenn sie ein gutes Bildungsangebot machen und allen Kindern und Jugendlichen Teilhabe sowie Bildungserfolg ermöglichen wollen. Die Ausbildung und der Einsatz von Bildungsbegleiter*innen wird die Zugänge zu frühen Bildungsangeboten für  Kinder aus Sinti- und Roma-Familien substanziell verbessern.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Bildungsbegleiter*innen zählen das Brückenbauen zwischen Sinti- und Roma-Familien und Einrichtungen der frühkindlichen Bildung sowie die Unterstützung von Eltern bei der Übergangsbegleitung ihrer Kinder in Kindertagespflege, Kita oder Schule. Die Kommunen sind dabei entscheidende Mitgestalter für eine gelingende Integration. Sie können die Bildungsbegleiter*innen in Stadtteilbüros, Bildungsbüros, Kitas und Schulen einsetzen.

Gemeinsam Wirken

Mit der Maßnahme „Bildungsbegleiter*innen – für die Verbesserung des Bildungszugangs und der Teilhabechancen von Kindern und jungen Erwachsenen aus Sinti- und Roma-Familien“ reagieren die RuhrFutur-Kommunen Dortmund, Gelsenkirchen, Herten und der Kreis Recklinghausen in enger Zusammenarbeit auf die aktuellen Herausforderungen. Die Ausbildung und der Einsatz von „Brückerbauer*innen“ wird der Bildungsbenachteiligung von Kindern aus Sinti- und Roma-Familien entgegenwirken. Die Kommunen verstehen ihr gemeinsames Engagement als nachhaltige Aufgabe: Die Kinder werden ihren Vorerfahrungen und Potenzialen entsprechend gefördert und die Eltern eingebunden.

Die Entwicklung des Konzepts, die Erprobung und Umsetzung jeweils vor Ort sind die ersten Meilensteine in dem gemeinsamen Prozess im Rahmen von RuhrFutur. Konzept und Erfahrungswissen werden zu einem späteren Zeitpunkt transferiert und kommen dann weiteren Kommunen im Ruhrgebiet mit ähnlichen Herausforderungen zugute.
Die Qualitätsentwicklung der Maßnahme wird durch Kooperationen mit der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ und der Hildegard Lagrenne Stiftung flankiert. Beide Stiftungen bringen langjähriges Erfahrungswissen aus der Arbeit mit Sinti- und Roma-Familen ein.

Die Beteiligten

  • Stadt Dortmund
  • Stadt Gelsenkirchen
  • Stadt Herten
  • Kreis Recklinghausen

Ansprechpartner

Delia Temmler
Leitung Handlungsfeld Frühkindliche Bildung
0201-177878-18
qryvn.grzzyre@ehueshghe.qred.rutufrhur@relmmet.ailed
Platzhalter
Meryem Sönmez
Projektmanagerin Handlungsfeld Frühkindliche Bildung
0201–177878–284
zrelrz.fbrazrm@ehueshghe.qred.rutufrhur@zemneos.meyrem