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Litera(Fu)tur: Leseförderung von Klein bis Groß

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Germanistischen Seminars der Universität Siegen, des Instituts für Germanistik – Literaturwissenschaft/-didaktik der Universität Duisburg-Essen und von RuhrFutur

Die Veranstaltungsreihe

Lesen ist eine zentrale Schlüsselkompetenz, die Kindern und Jugendlichen nicht nur den Zugang zu fantastischen literarischen Welten eröffnet, sondern sie auch an der Gesellschaft teilhaben lässt. Können Kinder reflektiert lesen, Inhalte einordnen und bewerten, dann steigen ihre Bildungschancen. Lesen findet auf unterschiedlichen Ebenen statt und muss sensibel gefördert werden – sowohl bei kleinen wie auch bei großen Leser*innen.

An dieser Stelle setzt die neue (Online-)Veranstaltungsreihe Litera(Fu)tur an. Sie ermöglicht konkrete Begegnungen mit Literatur – in einem Forum, dass die Teilnehmenden mit Autor*innen von Kinder- und Jugendbüchern zusammenbringt.

Das Ziel von Litera(Fu)tur ist es, Bildungsangebote im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur zu fördern und den Blick für didaktische Problemlagen sowie wissenschaftliche Fragestellungen zu schärfen.

Die öffentlichen Veranstaltungen finden seit August 2021 einmal im Monat statt, immer donnerstags, von 16.30–18.00 Uhr (Zoom). Anmeldungen sind jeweils erforderlich.

Die Referentinnen:
Dr. Jana Mikota, Universität Siegen,
Dr. Nadine J. Schmidt, Universität Siegen,
Dr. Bettina Oeste, Universität Duisburg-Essen.

Die Gäste:
jeweils ein/e Kinder- und/oder Jugendbuchautor*in.
Alle beteiligten Autor*innen lesen, im Verlauf der jeweiligen Veranstaltung, aus ihren Werken.

Ankündigungen

Will Gmehling
Vom familiären Zusammenhalt

Wann: 23. Juni 2022, 16.30–18.00 Uhr

Will Gmehling erzählt in dem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Roman Freibad. Ein ganzer Sommer unter dem Himmel von einem spannenden Sommer ohne nennenswerte Ereignisse und dem Zusammenhalt unter Geschwistern. Dabei wählt er ein ungewöhnliches Setting: Er zeigt eine Familie aus einem herausgeforderten Umfeld, ohne jedoch Armut zu problematisieren oder zu vereinfachen. Vielmehr folgt er einer Entwicklung auf dem kinderliterarischen Buchmarkt, in der Kinder aus einkommensschwachen Familien dennoch glückliche Kindheitsmomente erleben. Mit Blick auf einen weit gefassten Inklusionsbegriff bekommen diese Bücher im Kontext einer literarischen Förderung eine besondere Bedeutung.

Im Gespräch mit dem Autor Will Gmehling möchten wir mehr über den neuen Ton im Kinderbuch erfahren.

Zur Anmeldung

Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie die Zugangsdaten zu dieser Online-Veranstaltung.

(Foto: © Will Gmehling)



Sommerpause im Juli 2022
Katharina Bendixen
Von Umweltzerstörung und staatlicher Macht: Das Potential von Jugendliteratur untersuchen

Wann: 25. August 2022, 16.30–18.00 Uhr

„How dare you“ oder „I want you to panic” sind nur zwei bekannte Sätze, die die Klimaaktivistin Greta Thunberg in den letzten Jahren gegenüber Spitzenpolitiker*innen und Manager*innen geäußert und so auf die drängendsten Fragen unserer Zeit aufmerksam gemacht hat. Was kann Kinder- und Jugendliteratur tun, um Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem Klimawandel zu befördern? Wir denken viel, denn Literatur hat das Potential Zukunftswelten zu entwerfen. Aufgrund der Fiktion, der Vorstellungskraft und Perspektivenübernahme eröffnet sich ein neuer Diskurs, den die UNESCO als Futures Literacy bezeichnet.

Mit der Autorin Katharina Bendixen besprechen wir nicht nur, wie man einen Jugendroman über Umweltkatastrophen schreibt, sondern diskutieren auch darüber, welche Chancen Literatur bekommt.

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(Foto: © Gert Mothes)

Barbara Zoschke
Literarisches Lernen durch kreatives Schreiben

Wann: 22. September 2022, 16.30–18.00 Uhr

Literarisches Lernen erfolgt nicht nur durch Lesen, sondern auch durch Schreiben. Barbara Zoschke erzählt in ihrem Jugendroman Sonnengelb & Tintenblau oder: Der Sommer, in dem ich zu schreiben begann (2021), wie geheimnisvolle Schreibaufträge für die Protagonistin Edith zu einem spannenden Ferienabenteuer werden. Was genau Edith zum Schreiben motiviert, erfahren wir im Rahmen einer Lesung.

Zu diesem Buch ist ein crossmedialer Workshop für Schulklassen entstanden, der auch auf Distanz funktioniert. Die Autorin zeigt, wie die Nutzung von digitalen Geräten die Begegnung mit Literatur vertiefen kann und bezieht die Teilnehmenden dieser Veranstaltung dazu mit ausgewählten Übungen ein.

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Kirsten Boie
Alle müssen lesen lernen!

Wann: 27. Oktober 2022, 16.30–18.00 Uhr

Jedes vierte Kind verlässt die Grundschule mit unzureichenden Lesekompetenzen. 2018 startete die renommierte Kinder- und Jugendbuchautorin Kirsten Boie die Petition „Jedes Kind muss lesen lernen“ als Reaktion auf die IGLU-Studie 2016. Doch was heißt Lesen in diesem Zusammenhang? Und wie kann man genussvolles Lesen fördern, sodass Kinder Freude an der Literatur haben?

Im Gespräch mit Kirsten Boie werden diese und weitere Fragen diskutiert – und sie liest selbstverständlich auch aus ihren Kinderbüchern.

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(Foto: © Indra Ohlemutz)

Ayse Bosse
„Ganz schön traurig“: Tod und Trauer in der Kinderliteratur

Wann: 24. November 2022, 16.30–18.00 Uhr

Die Themen Tod und Sterben bewegen auch Kinder sehr. Daher sollten erwachsene Bezugspersonen davor nicht die Augen verschließen und den Mut haben, mit Kindern darüber zu sprechen. Die Kinderliteratur hat die Bedeutung schon seit längerer Zeit erkannt. Es erscheinen viele Kinderromane und Bilderbücher rund um Trauerbewältigung, Tod und Sterben.

Ayse Bosse ist ausgebildete Trauerbegleiterin. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht, die sich auf einfühlsame Weise mit dem Tod beschäftigen – jüngst ist das Bilderbuch Ganz schön traurig (2022) erschienen, das sich an Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren richtet. Wir sprechen mit der Autorin über den (literarischen) Umgang mit diesem sensiblen Thema und über ihre Erfahrungen als Trauerbegleiterin. Welche Ängste entwickeln Kinder (in welchem Alter)? Was macht ein gutes Kinderbuch über den Tod im Bereich der Leseförderung in Kita und Schule aus? Neben praktischen Tipps, die uns die Autorin im Umgang mit dem sensiblen Thema gibt, wird sie auch aus ihren Büchern lesen.

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Charlotte Habersack
„Seefahrer*innen warten nicht auf Rückenwind, sie lernen zu segeln.“ Das starke Kind in den Büchern von Charlotte Habersack

Wann: 15. Dezember 2022, 16.30–18.00 Uhr

Mit den gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verändern sich auch die Anforderungen, denen sich Kinder in ihrem Alltag stellen müssen. Mit der Kinderbuchautorin Charlotte Habersack sprechen wir darüber, inwieweit sich Kinder- und Jugendbücher und die darin agierenden Figuren eignen, jungen Leserinnen und Lesern in schwierigen Lebenslagen Mut zu machen und sie in ihrem Tun zu bestärken.

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(Foto: © Ninon Bäuml)

Rückblick

Kathrin Schrocke: Kinder- und Jugendliteratur 2.0

Wann: 19. Mai 2022, 16.30–18.00 Uhr
Zu dem Padlet von Kathrin Schrocke zu „Immer kommt mir das Leben dazwischen“ geht es hier entlang.

Stefanie Taschinski: Von familiären Vielfalten

Wann: 28. April 2022, 16.30–18.00 Uhr

Sarah Jäger: Adoleszenzromane

Wann: 24. März 2022, 16.30–18.00 Uhr
Weitere Infos zur Veranstaltung und über die Bücher von Sarah Jäger.

Uticha Marmon & Doro Kaltenbacher: Zuhören muss auch gelernt werden

Wann: 17. Februar 2022, 16.30–18.00 Uhr

Dirk Reinhardt: Von Flucht und Hackern. Komplexe Themen spannend gestalten

Wann: 20. Januar 2022, 16.30–18.00 Uhr
Weitere Infos zur Veranstaltung, zum Autor und seinen Büchern.

Andrea Karimé: Begegnungen mit anderen Lebenswelten in der Literatur – alles neu, aber doch vertraut?

Wann: 16. Dezember 2021

Uwe-Michael Gutzschhahn: Von Mäusen und Häusern oder – so wichtig ist Lyrik für Kinder

Wann: 18. November 2021
Weitere Infos zur Veranstaltung und ein Gedicht.

Martin Baltscheit: Comic als Literatur für Kinder

Wann: 28. Oktober 2021
Martin Baltscheit hat unter anderem auch aus seinem neuen Kindercomic „Herr Elefant & Frau Grau gehen in die große Stadt“ gelesen.
Hier finden Sie das entsprechende Video.

Frank M. Reifenberg: Leseförderung für Jungs – Einblicke in die Arbeit eines Autors

Wann: 23. September 2021
Hier geht es zu einem Interview, das wir mit dem Autor geführt haben.

Judith Allert: Auf den Anfang kommt es an. Zur Bedeutung von Erstleseliteratur

Wann: 19. August 2021

Kontakt

Delia Temmler
Leitung Handlungsfeld Frühkindliche Bildung
delia.temmler@ruhrfutur.de
0201–177828-18

Sabine Rehorst
Presse | Kommunikation
sabine.rehorst@ruhrfutur.de
0201–177828-26