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Litera(Fu)tur: Leseförderung von Klein bis Groß

Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Germanistischen Seminars der Universität Siegen, des Instituts für Germanistik – Literaturwissenschaft/-didaktik der Universität Duisburg-Essen und von RuhrFutur

Die Veranstaltungsreihe

Lesen ist eine zentrale Schlüsselkompetenz, die Kindern und Jugendlichen nicht nur den Zugang zu fantastischen literarischen Welten eröffnet, sondern sie auch an der Gesellschaft teilhaben lässt. Können Kinder reflektiert lesen, Inhalte einordnen und bewerten, dann steigen ihre Bildungschancen. Lesen findet auf unterschiedlichen Ebenen statt und muss sensibel gefördert werden – sowohl bei kleinen wie auch bei großen Leser*innen.

An dieser Stelle setzt die neue (Online-)Veranstaltungsreihe Litera(Fu)tur an. Sie ermöglicht konkrete Begegnungen mit Literatur – in einem Forum, das Autor*innen von Kinder- und Jugendbüchern, pädagogische Fachkräfte aus Kita und Schule (alle Schulformen), (Erzieher*innen-)Auszubildende, (Lehramts-)Studierende, Eltern, Wissenschaftler*innen sowie alle an Kinder- und Jugendliteratur Interessierte zusammenbringt.

Das Ziel von Litera(Fu)tur ist es, Bildungsangebote im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur zu fördern und den Blick für didaktische Problemlagen sowie wissenschaftliche Fragestellungen zu schärfen.

Die öffentlichen Veranstaltungen finden einmal im Monat statt, immer donnerstags, von 16.30–18.00 Uhr (Zoom). Anmeldungen sind jeweils erforderlich.

Die Referentinnen:
Dr. Jana Mikota, Universität Siegen,
Dr. Nadine J. Schmidt, Universität Siegen,
Dr. Bettina Oeste, Universität Duisburg-Essen.

Die Gäste:
jeweils ein/e Kinder- und/oder Jugendbuchautor*in.
Alle beteiligten Autor*innen lesen, im Verlauf der jeweiligen Veranstaltung, aus ihren Werken.

Ankündigungen

Martin Baltscheit
Comic als Literatur für Kinder

Wann: 28. Oktober 2021, 16.30–18.00 Uhr

Martin Baltscheit ist ein postmoderner Autor und Illustrator, dessen Texte vielfach in inklusiven Zusammenhängen sowie in digitalen Lernszenarien eingesetzt werden. Sein neuester Kinderroman „Ben und Teo“ (2020) soll demnächst als Comic erscheinen, eine Gattung, die mit Blick auf den Einsatz in frühkindlicher Bildung und Grundschule bislang wenig erschlossen ist.

In der Begegnung mit Baltscheit werden Möglichkeiten der Leseförderung mit Comics erörtert und erste didaktische Überlegungen angestrengt, wo Möglichkeiten und Grenzen bei dem Einsatz von Comics zu suchen sind.

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Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie die Zugangsdaten zu dieser Online-Veranstaltung.

(Foto: © Sebastian Hoppe)

Uwe-Michael Gutzschhahn
Von Mäusen und Häusern oder: So wichtig ist Lyrik für Kinder

Wann: 18. November 2021, 16.30–18.00 Uhr

Kinder und Lyrik passen zusammen, denn Kinder lieben Gedichte, werden schon in jungen Jahren mit Rhythmus, Reimen und Sprachspielen konfrontiert, erweitern ihren Wortschatz, erhalten ein Gefühl für Sprache und auch in den ersten Schuljahren ist Lyrik etwas Besonderes für sie.

Der mehrfach ausgezeichnete Lyriker Uwe-Michael Gutzschhahn begeistert mit seinen Gedichten junge und ältere Leser*innen und lädt ein, gemeinsam zu dichten und Sprache zu entdecken. Im Gespräch geht es um den Zauber von Lyrik und warum man Kindern jeden Tag ein Gedicht vorlesen sollte.

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(Foto: © Miriam G. Möllers)

Andrea Karimé
Andrea Karimé
Begegnungen mit anderen Lebenswelten in der Literatur – alles neu, aber doch vertraut?

Wann: 16. Dezember 2021, 16.30–18.00 Uhr

Kinder- und Jugendliteratur öffnet Welten, kann Brücken zu anderen Kulturen bauen und ermöglicht eine Perspektivenübernahme. Daher kommt Literatur auch im Kontext einer interkulturellen Didaktik eine besondere Rolle zu. Entsprechende Texte regen besonders das Interesse der Kinder und Jugendlichen an und laden zum Diskutieren ein.

Doch worauf muss bei der Auswahl geachtet werden? Mit der Autorin Andrea Karimé sprechen wir über interkulturelle Kinder- und Jugendliteratur und ihre Wirkung.

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(Foto: © Heike Fischer, Köln)

Dirk Reinhardt
Dirk Reinhardt
Von Flucht und Hackern: Komplexe Themen spannend gestalten

Wann: 20. Januar 2022, 16.30–18.00 Uhr

Dirk Reinhardt setzt sich in seinen Jugendromanen – Train kids, Über die Berge und das Meer sowie Perfect Storm – mit aktuellen Themen auseinander und schafft es überzeugend, diese für jugendliche Leser*innen aufzubereiten. In seinem Roman Über die Berge und das Meer schildert er die Flucht zweier Jugendlicher aus Afghanistan, erzählt von Unterdrückung, aber auch der Schönheit eines Landes, das seit fast 40 Jahren nur Krieg kennt. Das Buch war 2020 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. In Perfect Storm wendet er sich der Frage zu, ob es vertretbar ist, Gesetze zu brechen, um Verbrechen zu entlarven.

Mit Dirk Reinhardt sprechen wir über die Herausforderungen, realistische Jugendromane zu schreiben. Wie recherchiert man? Wie schreibt man für eine Zielgruppe, die sicherlich nicht so leicht zu erreichen ist? Und wie motiviert man diese Zielgruppe? Neben diesen Fragen geht es aber auch um Erfahrungen aus der Praxis und Anregungen, wie man mit den Texten arbeiten kann.

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(Foto: © Stefan Haas / Julienne Haas)

Rückblick

Frank M. Reifenberg
Leseförderung für Jungs – Einblicke in die Arbeit eines Autors

Wann: 23. September 2021

Zahlreiche Studien zeigen: Jungen lesen weniger als Mädchen, können häufiger nicht flüssig lesen und beschäftigen sich lieber mit Online- und Computerspielen. Mangelndes Lesetraining sowie fehlende Leselust stehen der Ausbildung von Leseflüssigkeit im Wege, womit ein Teufelskreis beginnt. Stabile Lesegewohnheiten sind notwendig, die Freude am Lesen gilt es zu vermitteln. Das, was sich so leicht liest, ist jedoch schwierig.

Frank M. Reifenberg ist aktiv im Bereich der Leseförderung tätig. Wir haben mit ihm im Vorfeld der Veranstaltung gesprochen. Hier geht es zu dem Interview.

(Foto: © Jörn Neumann)

Judith Allert
Auf den Anfang kommt es an: Zur Bedeutung von Erstleseliteratur

Wann: 19. August 2021

Erstlesebücher sind die ersten Bücher, die Kinder selbstständig lesen sollen. Dahinter steckt eine ebenso herausfordernde wie bedeutsame Aufgabe, denn diese Bücher entscheiden oftmals, ob Kinder den Zugang zur Literatur und zum Lesen finden. Der Anspruch an die Autor*innen ist entsprechend hoch: Trotz Vorgaben auf inhaltlicher, sprachlicher, visueller und narrativer Ebene sollen die Texte spannend sein, zum Weiterlesen motivieren und nachhaltige Lesefreude versprechen.

Mit Judith Allert, die bereits viele Erstlesebücher geschrieben hat und deren Werke mehrfach im Kontext des Siegener „SPELL“-Preises ausgezeichnet wurden, haben wir über die Herausforderungen gesprochen, „gute“ Erstleseliteratur zu schreiben, aber auch über die Möglichkeiten, Kinder für das Lesen zu begeistern.

(Foto: © privat)

Kontakt

Delia Temmler
Leitung Handlungsfeld Frühkindliche Bildung
delia.temmler@ruhrfutur.de
0201–177828-18

Sabine Rehorst
Presse | Kommunikation
sabine.rehorst@ruhrfutur.de
0201–177828-26