Ruhr-Konferenz 2019

Ruhr-Konferenz 2019

Bildungsimpulse für das Ruhrgebiet: RuhrFutur präsentierte sich beim Themenforum „Beste Bildungschancen unabhängig von Ort und Herkunft“ in der Veltins Arena in Gelsenkirchen.

2. Mai 2019 – Gemeinsam mit zahlreichen anderen Bildungsakteuren aus der Region präsentierte sich RuhrFutur mit einem eigenen Stand beim Markt der Möglichkeiten im Logen-Bereich der Veltins Arena. Zudem stellten sich die beiden RuhrFutur-Projekte Eltern und Schulen – Gemeinsam stark und Wegbereiter – Bildungswege für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche bereiten in zwei separaten Denkstationen dem interessierten Fachpublikum vor. Die Projekte hatten sich durch eine Online-Abstimmung auf der Website der Ruhr-Konferenz für die Ausrichtung einer Denkstation qualifiziert.

Mit der Ruhr-Konferenz will die Landesregierung NRW wichtige Impulse für die Zukunft des Ruhrgebiets geben. Dabei baut sie auf die Ideen und den Gestaltungswillen der Menschen, die in der Region leben. Der Prozess ist in drei Phasen angelegt: In der ersten Phase, die am NRW-Tag in Essen begonnen hat, ging es darum, geeignete Projekte zu sammeln, zu bewerten und eine Auswahl zu treffen. Den Abschluss dieser Phase bildet die Entscheidung der 20 Themenforen, welche Projekte sie zur Umsetzung vorschlagen wollen. Diese Phase soll bis Sommer 2019 abgeschlossen sein. Danach entscheidet die Landesregierung über die Projekte, die ab 2020 in die Umsetzung gehen.

Übergabe der Ergebnisse an Schulministerin

Übergabe der Ergebnisse an Schulministerin

RuhrFutur, RVR und TMR überreichten Ministerin Gebauer in Essen die Ergebnisse der gemeinsamen Initiative ZukunftsBildung Ruhr

Anfang April trafen Vertreterinnen und Vertreter von RuhrFutur, Regionalverband Ruhr und TalentMetropole Ruhr mit der nordrhein-westfälischen Schulministerin Yvonne Gebauer zusammen, um ihr die Ergebnisse der gemeinsamen Initiative „ZukunftsBildung Ruhr“ zu übergeben. Das Papier enthält die wesentlichen Überlegungen und Empfehlungen von hunderten Akteuren aus der Region zu den zentralen Bildungsthemen des Ruhrgebiets. Die Ergebnisse reichen von der Stärkung von Eltern als Bildungspartner, den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung und erfolgreichen Ansätzen zur Talentförderung über die Förderung innovativer Formate sowie die Integration von Bildung und Stadtentwicklung im Quartier in die Quartiersplanung bis hin zu einer gemeinsamen, regionalen Handlungsstrategie für die Metropole Ruhr.

Schulministerin Yvonne Gebauer: „Das Ruhrgebiet steckt voller Potenziale. Wir müssen die Talente und Stärken der Schülerinnen und Schüler, die in dieser Metropolregion zur Schule gehen, noch besser fördern. Der Zusammenschluss verschiedener Akteure verspricht innovative Ideen für die Zukunft der Bildung im Ruhrgebiet. Die Landesregierung setzt mit den ersten 35 Talentschulen, von denen allein 22 in der Region Ruhr liegen, bereits ein wichtiges Projekt für mehr Chancengerechtigkeit um. Auch die Ruhrkonferenz bietet ein Forum, um die Herausforderungen, die an Schulen speziell im Ruhrgebiet gestellt werden, wirksam anzugehen. ZukunftsBildung Ruhr bietet hier spannende Ansätze.“

RuhrFutur, die Stiftung TalentMetropole Ruhr und der Regionalverband Ruhr hatten sich im Sommer 2017 zusammengeschlossen, um die Entwicklung der Metropole Ruhr hin zu einer chancengerechten und leistungsfähigen Bildungs- und Wissensregion weiter zu unterstützen. Dazu haben sie gemeinsam die Initiative „ZukunftsBildung Ruhr“ entwickelt, einen langfristig angelegten Prozess von Akteurinnen und Akteuren im Ruhrgebiet, die gemeinsam an der Zukunft der Metropole Ruhr arbeiten. Einer der bisherigen Höhepunkte war der Kongress „ZukunftsBildung Ruhr 2018“, der im September 2018 stattfand und an dem 600 Personen teilnahmen.

Weitere Informationen und das Ergebnispapier zum Download unter www.zukunftsbildung.ruhr

BMBF-Bildungsforschungstagung 2019

BMBF-Bildungsforschungstagung 2019

RuhrFutur gestaltet zukünftige Bildungswelten mit: Ulrike Sommer und Prof. Dr. Isabell van Ackeren bei der Bildungsforschungstagung in Berlin.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte Prof. Dr. Isabell van Ackeren, Prorektorin für Studium und Lehre an der Universität Duisburg-Essen und Inhaberin des Lehrstuhls für Bildungssystem- und Schulentwicklungsforschung, sowie RuhrFutur-Geschäftsführerin Ulrike Sommer zur Bildungsforschungstagung 2019 nach Berlin eingeladen. Gemeinsam leiteten sie das Forum „Überwinden von Bildungsbarrieren – Initiativen, Akteure, Ziele“. Gäste waren unter anderem Prof. Dr. Kai Maaz vom DIPF, Dr. Martina Diedrich vom Institut für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung in Hamburg sowie Prof. Dr. Ullrich Bauer vom Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter der Universität Bielefeld.

Konzipiert als Dialogplattform diente die Bildungsforschungstagung 2019 vor allem dem Austausch von Bildungsakteuren aus ganz Deutschland. Sie richtete sich an alle, die in Wissenschaft, Bildungspolitik und Bildungspraxis arbeiten und nahm alle Bildungsetappen in den Blick: von der frühen Bildung bis zur beruflichen Bildung und zur Weiterbildung. Das Motto lautete: „Bildungswelten der Zukunft". Eine Tagungsdokumentation findet sich hier: https://www.bildungsforschungstagung.de/dokumentation.php 

 

Aufstieg durch Bildung?

Aufstieg durch Bildung?

RuhrFutur setzt die erfolgreich gestartete Veranstaltungsreihe „RuhrFutur & Gäste“ fort und diskutiert am 1. Juli mit der Soziologin Heike Solga und der Dortmunder Sozialdezernentin Birgit Zoerner über die Gelingensbedingungen und Hürden sozialer Mobilität.

Bildung entscheidet über individuelle Lebenschancen, verspricht sozialen Aufstieg und wird häufig für zahlreiche gesellschaftliche Herausforderungen als eine Art Universallösung beschworen. Entsprechend vielfältig sind die Erwartungen und Forderungen, die an Bildungspolitik und -praxis gerichtet werden. Trotz eines graduellen Zuwachses von Bildungsteilhabe in den Jahren nach den niederschmetternden PISA-Ergebnissen im Jahr 2001 zeigen zahlreiche aktuelle Studien, dass der Bildungserfolg von Kindern und jungen Erwachsenen in Deutschland immer noch eng vor allem mit ihrer sozialen Herkunft verbunden ist. Doch wie kann ein Versprechen von „Aufstieg durch Bildung“ eingelöst werden, wenn letztlich bereits der Bildungserfolg stark von der sozialen Lage junger Menschen und Familien beeinflusst wird? 

Diese Frage ist Ausgangspunkt des Gesprächs zwischen der Soziologin Prof. Dr. Heike Solga und der Dortmunder Sozialdezernentin Birgit Zoerner, das am 1. Juli 2019 im Rahmen der Veranstaltungsreihe „RuhrFutur & Gäste“ in Essen stattfindet und von RuhrFutur-Geschäftsführer Dr. Oliver Döhrmann moderiert wird. Die Veranstaltung thematisiert, was genau passieren muss, um allen jungen Menschen Bildungs¬teilhabe und Bildungserfolg zu ermöglichen, und stellt Erkenntnisse sowie Erfahrungen aus Wissenschaft, kommunaler Praxis und zivilgesellschaftlichem Engagement zur Diskussion.

Veranstaltungsort:
VHS-Café (Bistro „Fun Food Factory“)
VHS Essen
Burgplatz 1
45127 Essen

Beginn: 18.30 Uhr. Eintritt frei.

Eine Anmeldung ist erforderlich
(bitte bis 21.6.2019 an: sabine.rehorst@ruhrfutur.de).

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „RuhrFutur & Gäste“ lädt die Bildungsinitiative RuhrFutur in Kooperation mit der Buchhandlung Proust und der VHS Essen zwei- bis dreimal jährlich Menschen ein, die die aktuellen Diskussionen um Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit bereichern und zum Nachdenken anregende Impulse für die Zukunft der Region geben.

Bisher nahmen an RuhrFutur & Gäste teil: Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Prof. Dr. Karim Fereidooni, Ulrike Sommer.