Qualitätsrahmen Kooperation

Kooperation von Kindertagespflege und Kita

Der Bedarf an flexiblen Betreuungsangeboten für unter Dreijährige sowie die Anforderungen an die Bildungsförderung sind hoch. Immer mehr Kinder besuchen schon frühzeitig eine Kindertageseinrichtung oder eine Tagespflegestelle. Um das Bildungsangebot für unter Dreijährige weiter zu verbessern, entwickeln die Städte Dortmund, Gelsenkirchen und Mülheim an der Ruhr im Rahmen der Bildungsinitiative RuhrFutur einen Qualitätsrahmen für die Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen. Dadurch soll die individuelle Förderung der Kinder verbessert und der Übergang in die Kindertagesstätte erleichtert werden. Zugleich entwickelt sich ein die Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen integrierendes kommunales Konzept der Kindertagesbetreuung. 

Durch den Bedarf an flexiblen Betreuungsangeboten für Unter-Dreijährige rücken sowohl institutionelle Kinderbetreuung als auch Kindertagespflege stärker in den Fokus. So wurden im Kindergartenjahr 2014/2015 allein in NRW 41.204 Plätze in Kindertagespflege angeboten. Studien etwa vom Deutschen Jugendinstitut belegen, dass von Kooperationen zwischen Großtagespflege und Kindertageseinrichtungen sowohl Kinder als auch Eltern und pädagogisches Personal profitieren. Die Tagespflegepersonen können beispielsweise die Räumlichkeiten und das Außengelände der kooperierenden Kindertagesstätte für Bewegungsangebote nutzen. Die Mitarbeiter in Kindertagesstätten wiederum können sich im Hinblick auf pädagogische Fragen zur U3-Betreuung mit Tagespflegepersonen austauschen und von ihren jeweiligen Erfahrungen lernen.

Eltern profitieren von flexiblen Betreuungsangeboten und werden bei der Suche nach einem Platz in einer Kindertagesstätte unterstützt, wenn ihr Kind die Tagespflege verlässt. Für Kinder, die eine Kindertagespflegestelle besuchen, kann schon frühzeitig ein altersgemäßes, individuelles Betreuungs- und Bildungsangebot angeboten werden, das sich ohne Unterbrechungen in der Kindertagesstätte fortsetzen lässt. Zusätzlich gewöhnen sich die Kinder schon vor dem Übergang an die Personen und Räumlichkeiten in der Kindertagesstätte. Im Rahmen der Maßnahme soll daher die Zusammenarbeit von Großtagespflege und Kindertageseinrichtungen strukturiert weiterentwickelt werden. Ziel des Vorhabens ist es, im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit Kooperationskonzepte für Dortmund, Gelsenkirchen und Mülheim an der Ruhr zu entwickeln, die auf weitere Städte übertragen werden können.

Ziele

  • Eine Zusammenarbeit von Großtagespflegestellen und Kindertageseinrichtungen strukturiert weiterentwickeln
  • Einen Kommunen übergreifenden Qualitätsrahmen für die Kooperation von Großtagespflegestellen und Kindertageseinrichtungen erarbeiten

 

Laufzeit: Mai 2015 bis November 2017

Beteiligte

  • In der Erprobung: Verbünde aus Großtagespflegestellen und Kindertageseinrichtungen
  • In der Steuerungsgruppe: Fachberater und Fachberaterinnen der Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen aus den beteiligten Kommunen Dortmund, Gelsenkirchen und Mülheim an der Ruhr

Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle

Nina Schadt

Nina Schadt

Projektmanagerin Frühkindliche Bildung
0201-177878-18
nina.schadt@ruhrfutur.de