Frühkindliche Bildung

Frühkindliche Bildung

Bildung beginnt nicht erst mit der Einschulung eines Kindes. Bereits unmittelbar nach der Geburt werden wichtige Weichen für die weitere Entwicklung und auch für den späteren schulischen Werdegang eines Kindes gestellt. Das Handlungsfeld Frühkindliche Bildung beschäftigt sich mit Fragestellungen der vorschulischen Bildung. Dabei spielen neben der Familie - als erstem und wichtigstem Lernort für ein Kind - Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege eine zentrale Rolle. 

Die überwiegende Mehrheit der Kinder zwischen drei und sechs Jahren besucht mittlerweile vor der Einschulung eine Kindertageseinrichtung. Auch die Betreuungsquote der Unterdreijährigen steigt seit einigen Jahren stetig an. Dabei wird der Aspekt der Bildung neben Erziehung und Betreuung stärker in den Blick genommen. Der „Bildungsbericht Ruhr“ hat für die frühkindliche Bildung unter anderem die Empfehlungen ausgesprochen, Kinder aus benachteiligten Verhältnissen möglichst früh zu fördern, den Ausbau der Plätze für Kinder unter drei Jahren intensiv voranzutreiben, den unterjährigen Beginn des Kindergartenbesuchs (eine Aufnahme also nicht nur zu festgelegten Stichtagen) zu ermöglichen und wissenschaftliche Standards für die Sprachförderung zu entwickeln.

Die RuhrFutur-Partner unterstützen dementsprechend Kindertagesstätten, Kindertagespflegestellen und Familien dabei, Kinder individuell, ihrem Alter und ihrem Entwicklungstempo entsprechend, zu fördern. Im Rahmen des Handlungsfeldes Frühkindliche Bildung arbeiten Vertreterinnen und Vertreter von Jugendämtern und kommunalen Trägern der Kindertagesbetreuung aus allen fünf Partnerkommunen zusammen.

Die interkommunale Zusammenarbeit führt bei allen Beteiligten zu Kenntnis über Strukturen und Inhalte in anderen Kommunen und in der Folge auch zu Kooperationen über RuhrFutur hinaus. 

Frühkindliche Bildung

Frühkindliche Bildung 02

In NRW (ohne Metropole Ruhr) besuchen rund 415.000 Kinder die 7.384 Kindertageseinrichtungen (0-11 Jahre). In der Metropole Ruhr (2.492 Kitas, 25%) besuchen allein rund 152.000 (27%) Kinder eine Kita.

Vorgehensweise

Die Partner verständigen sich in interkommunalen Arbeitskreisen und gemeinsamen Qualitätszirkeln über Grundlagen der frühkindlichen Bildung und stimmen sich über die Umsetzung von Maßnahmen und deren Überführung in die kommunalen Strukturen ab. So unterstützt RuhrFutur die Einrichtung von Großtagespflegestellen, die sich am Beispiel der „Dortmunder Kinderstuben“ orientieren. Durch einen guten Betreuungsschlüssel soll in diesen Einrichtungen jedes Kind individuell gefördert und eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern aufgebaut werden. Das Land fördert die Kinderstuben im Rahmen der sogenannten Brückenprojekte. Zudem haben die RuhrFutur-Kommunen einen inter- wie auch intrakommunalen Qualitätsentwicklungsprozess in der Kindertagesbetreuung angestoßen.

Dabei soll insbesondere die Kooperation zwischen Großtagespflegestellen und Kindertageseinrichtungen in den RuhrFutur-Kommunen verbessert werden. Auch die wachsende Zahl von Flüchtlingen und Zuwanderern, die derzeit ins Ruhrgebiet kommen, wird im Handlungsfeld Frühkindliche Bildung in den Blick genommen. Kindertageseinrichtungen stehen dabei vor großen Herausforderungen. Ausgehend von der Feststellung, dass sich eine Verweildauer von mehr als zwei Jahren in der Kindertagesbetreuung positiv auf die weitere Bildungsbiografie auswirkt, werden Wege gesucht, die Familien und ihre Kinder möglichst früh in das Bildungssystem zu integrieren.

Ansprechpartnerin in der Geschäftsstelle

Nina Schadt

Nina Schadt

Projektmanagerin Frühkindliche Bildung
0201-177878-18
nina.schadt@ruhrfutur.de