Bildungsinitiative

Über die Bildungsinitiative

RuhrFutur ist eine gemeinsame Bildungsinitiative der Stiftung Mercator, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Städte Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herten und Mülheim an der Ruhr sowie der Ruhr-Universität Bochum, der Fachhochschule Dortmund, der Technischen Universität Dortmund, der Universität Duisburg-Essen, der Hochschule Ruhr West, der Westfälischen Hochschule und des Regionalverbands Ruhr (RVR). Ziel der Initiative ist eine Verbesserung des Bildungssystems in der Metropole Ruhr, um allen Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet Bildungszugang, Bildungsteilhabe und Bildungserfolg zu ermöglichen. 

Das Ruhrgebiet ist ein Beispiel für gelingende Integration. Nirgendwo sonst in Deutschland leben so viele Menschen auf so engem Raum – Menschen unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichem sozialem Hintergrund und mit unterschiedlichen Lebensentwürfen. Gemeinsam ist ihnen der Wunsch, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen und aktiv an der Gesellschaft teilzuhaben. Zu den zentralen Voraussetzungen, damit dies gelingt, gehören gleiche Bildungschancen. Zwar ist im Ruhrgebiet, was das Thema Bildungsgerechtigkeit angeht, in den letzten Jahrzehnten viel erreicht worden. Gleichwohl gibt es noch viel ungehobenes Potenzial. Denn nach wie vor hat im Ruhrgebiet eine vergleichsweise große Zahl von Kindern und Jugendlichen aufgrund der sozialen Lage ihrer Familien schwierige Ausgangsbedingungen.

Oft werden die Übergänge im Bildungssystem für sie zu Bruchstellen ihrer persönlichen Bildungsbiografie. RuhrFutur zielt auf eine Verbesserung des gesamten Bildungssystems im Ruhrgebiet, von der Kita über die Grund- und die weiterführende Schule bis zur Hochschule. Und: RuhrFutur zielt auf faire Chancen für alle – in dem Sinne, dass möglichst jedes Kind, jeder Jugendliche, jeder junge Erwachsene die Unterstützung erhält, die er benötigt, um sein Potenzial ausschöpfen zu können. Dazu haben sich die Partner der Initiative auf fünf konkrete Ziele verständigt, auf die sich die Arbeit von RuhrFutur konzentriert.

Ansatz

Um diese Ziele zu erreichen, bündelt RuhrFutur die Kräfte aller Akteure, die für das  Bildungssystem im Ruhrgebiet Verantwortung tragen. Die Initiative folgt dabei dem Ansatz des „Gemeinsamen Wirkens“ (Collective Impact), der speziell für die Lösung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen entwickelt wurde. Land, Kommunen und Hochschulen identifizieren gemeinsam die zentralen Herausforderungen, suchen nach Lösungsansätzen ebenso wie nach Erfolgsbeispielen aus der Praxis und bringen diese in die Fläche der gesamten Region. 

Um neue oder bewährte Ansätze für die gesamte Region nutzbar zu machen, fördert RuhrFutur den Austausch über einzelne Bildungseinrichtungen und kommunale Grenzen hinaus. Die Initiative bringt die zentralen Personen zusammen, entwickelt gemeinsam Maßnahmen und begleitet daraus entstehende Prozesse in der Praxis. Dabei schafft RuhrFutur die Voraussetzungen, dass bei der künftigen Bildungsarbeit datenbasiert gehandelt werden kann – um Entscheidungen und Steuerung zu verbessern und Ressourcen zielgerichtet einsetzen zu können.

Akteure

Die Arbeit von RuhrFutur ist über die parlamentarischen Gremien ihrer Partner demokratisch legitimiert. Unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligen sich gemeinsam mit der Stiftung Mercator die Kommunen Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herten und Mülheim an der Ruhr sowie die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund, die Fachhochschule Dortmund, die Universität Duisburg-Essen, die Hochschule Ruhr West, die Westfälische Hochschule und der Regionalverband Ruhr (RVR) an RuhrFutur.