Schirmherrin

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen

„Noch immer hängt die Zukunft vieler Kinder und Jugendlicher von ihrer sozialen Herkunft ab. Wer ein solidarisches und gerechtes Nordrhein-Westfalen will, muss alles tun, um gerade diesen Kindern die best­möglichen Zukunftschancen zu geben. Und weil wir erkannt haben, dass die bis­herige Politik dabei nicht wirksam genug ist, gehen wir in Nordrhein-Westfalen seit 2010 neue Wege mit einer vorsorgenden Politik. Wir kümmern uns nicht erst dann um Menschen, wenn sie bereits in eine Notlage geraten sind, sondern sorgen frühestmöglich vor, damit sie erst gar nicht in Not geraten. Vorsorgende Politik setzt bereits vor der Geburt mit der unmittelbaren Unterstützung von Familien und Allein­erziehenden an und reicht über die frühkindliche Erziehung und die Kinder- und Jugendhilfe bis hin zu Bildung, Integration und Inklusion.

Eine solch umfassende Politik ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Und die setzen wir Schritt für Schritt um. Unser Modellprojekt ‚Kein Kind zurück­lassen‘ mit 18 Kommunen hat gezeigt, dass vorsorgende Politik wirkt. Und dass sie sich aus­zahlen wird: Zuallererst für jene Menschen, die vom Start weg bessere Lebens­chancen bekommen, und zugleich für den Sozialstaat, der immer stärker von hohen sozialen Reparaturkosten entlastet und stattdessen höhere Einnahmen haben wird, weil mehr Menschen in Arbeit und Ausbildung kommen.

RuhrFutur hilft dabei kräftig mit. Im Jahr 2013 von der Mercator Stiftung zusammen mit der Landesregierung, fünf Kommunen und fünf Hochschulen als Bildungs­initiative für das Ruhrgebiet ge­gründet, wurde bereits in kurzer Zeit viel geschafft, um das Bildungssystem in der Metropolregion Ruhr dauerhaft zu verbessern. Ich denke da nur an das Dortmunder Projekt ‚Kinderstuben‘, das die Entwicklung von Kindern fördern, die Erziehungs­kompetenz der Eltern stärken und den Übergang in eine Kindertagesstätte unter­stützen wird, oder an den regen Austausch zwischen weiterführenden Schulen zur Stärkung der Inklusion, den RuhrFutur organisiert.

All das sind Fortschritte und Wege in eine Zukunft, die für viele Kinder und junge Menschen eine bessere sein wird. Ich danke RuhrFutur und allen Aktiven herzlich für ihr Engagement.“